Living 2038

Living 2038

Schon seit einigen Jahren beschäftigen sich verschiedene Wissenschaftler und Forschungsinstitute mit der Frage, wie wir in 20 Jahren leben werden. Wie schauen Technologie, digitale Vernetzung und Zusammenleben aus? Wie werden wir uns kleiden, wohnen oder fortbewegen?

QVC hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie einen Versuch gestartet, diese Fragen zu beantworten. Die in Zusammenarbeit mit Professoren und Trendbüros durchgeführte Studie stützt sich dabei auf Experteninterviews, Workshops und eine groß angelegte Onlineumfrage mit Konsumenten. Besonderes Augenmerk wird auf die Generation Z, also die nach 2000 Geborenen gelegt, da sie jene gesellschaftliche Gruppe bilden, die den Markt in 20 Jahren bestimmen wird.

Da wir von checkrobin uns laufend mit den Themen Automatisierung und Digitalisierung beschäftigen, möchten wir Ihnen hier die Ergebnisse der Studie kurz zusammenfassen.

Das New Me:

Diese Kategorie behandelt vorrangig das Thema „Jugendlichkeit definiert Kultur“. In 20 Jahren wird es für Konsumenten durch digitale Bildbearbeitung immer schwieriger die Schönheit aus der virtuellen Welt mit der Realität abzugleichen. Innovative Beauty Technologie wie Lasertech oder maßgefertigte Produkte aus dem 3D Drucker werden Einzug in den modernen Haushalt finden, um dem persönlichen Ideal so Nahe wie möglich zu kommen. Das Ideal des optimierten Ichs wird sich jedoch weg vom Mainstream und hin zum einzigartigen, individuellen Schönheitsbild bewegen. Jugendlichkeit wird nicht mehr durch perfekte Proportionen und makellose Haut erreicht, sondern hauptsächlich durch Ecken und Kanten. Der Mensch wird als Individuum mit eigenen Erfahrungen und Erlebnissen gesehen, die sie auch in seinem Aussehen wiederfinden sollen. Der Fokus richtet sich außerdem nicht mehr rein auf Äußerlichkeiten, sondern in hohem Maße auf die mentale Leistungsfähigkeit. 70 Prozent der Befragten wünschen sich in Zukunft schneller, konzentrierter und kreativer denken zu können. Der sportliche Gesichtspunkt tritt also zunehmend in den Hintergrund und digitale Angebote zielen eher auf mentale und emotionale Leistungsfähigkeit ab. Es geht also darum nicht nur den Körper, sondern auch Gefühle in eine richtige, gesunde Bahn zu lenken.

Konsum als Spiegel des Selbst:

Unser Einkaufsverhalten dreht sich in den nächsten Jahren um die Personalisierung von Produkten, Erlebnissen und Dienstleistungen. Durch den alltäglichen Einsatz von 3D Druckern wird der Konsument zum Co-Produzenten seiner eignen Waren. Er hat damit die Möglichkeit, die Produkte nach seinen eignen Vorlieben zu gestalten und an sich ständig ändernde Lebensverhältnisse anzupassen. Das gilt auch für unsere Ernährungsgewohnheiten. Gesunde Snacks aus dem 3D Drucker ersetzen Fertiggerichte und das Selberkochen wird zum inszenierten gesellschaftlichen Event. Clean Meat, also Fleisch aus dem Labor ohne Tierleid, rückt dabei ins Blickfeld. Individualisierung wird auch beim Thema Kleidung großgeschrieben. Die individuellen Styles lassen wir uns maßgeschneidert anpassen und fungieren dabei als kreative Designer, da wir live am Herstellungsprozess teilnehmen.

Medialisierung der Wohnung:

Unser Zuhause der Zukunft wird in einigen Jahren mehr sein als ein bloßer Rückzugsort. Augmented und Virtual Reality erweitern unseren dezimierten Wohnraum und bilden ein Fenster zur ganzen Welt. Reisen in ferne Länder werden vom Sofa aus erlebt und ohne Scharen anderer Touristen. Videostreams zwischen Haushalten und virtuellen Kontakten ermöglichen eine unbeschwerte menschliche Nähe. Privates und Öffentliches verschmelzen dabei immer mehr. Künstliche Intelligenz in Form von Butler Bots ziehen bei uns gleich mit ein und dienen in Zukunft nicht mehr nur als bedienbare Maschinen, sondern auch als gesellige Wesen, die eine fast emotionale Mensch-Maschine Beziehung möglich machen.

Nutzen statt Besitzen:

Dank eines immer stärker resourcenschonend ausgerichteten Gedankenguts tritt der Besitz von Waren immer mehr in den Hintergrund. Digitale Plattformen ermöglichen es jedermann Teil der Sharing Economy zu sein und sich Fahrzeuge, Kleidung oder sonstige Gebrauchsgegenstände einfach zu mieten statt zu kaufen. Getragen wird dieser Gedanke von Reparierbarkeit und Langlebigkeit der Güter, die durch den geteilten Gebrauch nicht zu schnell kaputtgehen sollen. Bei Reisen buchen wir unterschiedliche Erlebnisse gleich mit und Kitas oder Fitnessstudios in Miet-Arbeitszentralen sind bereits überall eingeführt. Unsere Wohnungen sind der Arbeitsstätte oft angegliedert und bilden die Basis für die neue Generation der ultraflexiblen Dienstleister.

Spannend wird die zukünftige Entwicklung in jedem Fall. Solange wir offen für Veränderungen und Innovationen sind wird es zukünftig auch in die richtige Richtung gehen.

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