Preisgestaltung beim EU-Paketversand

Preisgestaltung beim EU-Paketversand

Wieder mal ein tolles Kleidungsstück im Onlineshop gefunden und dann beim Bezahlen bemerkt wie hoch die Lieferkosten sind? Ach ja, der Store befindet sich ja auch im EU-Ausland.

Wir alle kennen die Thematik mittlerweile nur zu gut. Und obwohl wir über die große Auswahl an internationalen Waren grundsätzlich erfreut sind, machen uns die viel zu hohen Versandkosten aus dem Ausland das Shopper Leben schwer.

In der Telekommunikationsbranche schon Gang und Gebe, nimmt sich die Europäische Union nun die lang ersehnte Preisangleichung beim Paketversand innerhalb Europas vor. Der Paketversand innerhalb Europas ist keine einfache Sache, denn weder die Entfernung, noch die Zeit bis zur Zustellung können als Kriterien der Berechnung des Portos herangezogen werden. Somit hat jeder Zusteller ein eigenes Tarifsystem mit unterschiedlichen Sonderleistungen und Versicherungen.

Der Vergleich der grenzüberschreitenden Paketzustellung fällt schwer, denn die Portopreise sind sehr unterschiedlich und undurchsichtig. Dies führt dazu, dass der Versender in den meisten Fällen richtig zur Kasse gebeten wird. Beispielsweise kostet momentan ein Paket von 1kg nach Italien aus Frankreich 14€, aus Großbritannien 15€, aus Deutschland 17€ und aus Belgien gar 32€. Verglichen wurden hier Postpreise, welche bei unterschiedlichen Anbietern wiederum anders ausfallen.

Erklärtes Ziel der neuen Verordnung der Kommission sind wesentliche Verbesserungen für Endverbraucher im Bereich des E-Commerce am Beispiel Onlinebestellungen zu schaffen. Das Programm klingt durchaus erfolgversprechend, denn mit Hilfe der Regulierung des grenzüberschreitenden Paketversands sollen Preise transparent und die Rechte der Paketempfänger und Versender festgeschrieben werden. Und sollte das Vorhaben umgesetzt werden, hätte das Thema für Millionen EU-Bürger große Bedeutung, denn momentan kann kaum ein Onlinekunde ohne öffentliche Preislisten bei der Bestellung erkennen, ob das Porto aus dem Ausland angemessen ist oder nicht.

Der Vorschlag der EU betrifft hauptsächlich die Offenlegung der unterschiedlichen Tarifmodelle von großen Logistikern. Sie sollen den Regulierungsbehörden jährlich zugesendet und schließlich online veröffentlicht werden. In Folge kann der Verbraucher über die Preislisten einschätzen, ob er vom Onlineshop beim Thema Versandpreise fair behandelt wird, oder über das Paketporto eine Zusatzeinnahme generiert wird.

Ein weiterer Punkt der Verordnung betrifft die Kommunikation der Paketzusteller, denn viel zu oft gehen Informationen wie Aufenthaltsort oder Zustellzeit einfach verloren. Manchmal liegt es daran, dass eine Postgesellschaft ihren Strichcode aufklebt und die nachfolgende ihren Code einfach darüber klebt. Kein Wunder also, dass  die Kommunikation zwischen allen Beteiligten hin und wieder stockt. Momentan wird aus diesem Grund ein sogenanntes „harmonisierendes Label“ entwickelt, welches schon bald Pflicht für alle Dienstleiter im EU-weiten Versand werden soll.

Tatsächlich klingen die Pläne der EU durchaus vielversprechend, aber der Weg bis zu einer Entscheidung ist lang und bedarf der Zustimmung durch das Europäische Parlament, dem Ministerrat und der Kommission. Wie so oft wird es am Ende wiederum auf die Gesprächsbereitschaft und Kompromissbereitschaft aller Beteiligten ankommen.

Beim Versand aus Deutschland helfen Plattformen wie checkrobin und checkrobin Business bereits jetzt schon Licht ins Dunkel der Preisgestaltung beim Paketversand zu bringen. Sie ermöglichen einen transparenten und unkomplizierten Einblick in die Preis-Leistungsgestaltung aller namhaften Logistiker und vereinfachen damit den nationalen aber vor allem auch den internationalen Versand.

Weitere Infos zum internationalen Versand findet Ihr auf unserer Website https://checkrobin.com/ oder hier im Blog unter https://checkrobin.com/blog/internationaler-paketversand-was-gilt-es-zu-beachten/